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Kluge Züge mit Springer, Dame und König
06.08.2009 - BINGEN
FERIENSPIELE Schach fördert die Konzentrationsfähigkeit / Angebot des Vereins kommt bei Kindern an
(mhz). Es fördert die Konzentrationsfähigkeit, schult im taktischen Denken, lehrt Fairness - und macht vor allem eines: Spaß. Die Rede ist
von Schach. Jede Woche frönen zahlreiche Kinder und Jugendliche dem Brettspiel, donnerstags abends nämlich, wenn sich die Cafeteria des Stefan-George-Gymnasiums in eine wahre Schacharena verwandelt.
Willkommen ist jeder, egal, ob Neuling, Anfänger oder Nachwuchsprofi. Der Schachklub Bingen steckt hinter dem "Schnupperschach" -
und verfolgt damit neben der Werbung für den Schachsport vor allem auch das Ziel, junge Leute für das Brettspiel zu begeistern.
Womit der Verein bei einigen der anwesenden Jugendlichen offene Türen einrennt: "Schach bietet so viele Möglichkeiten", meint
Adrian Springer. Ob vielleicht auch sein Nachname mit Schuld an seiner Leidenschaft ist? "Die Springer mag ich auf jeden Fall am liebsten", lacht der 15-Jährige. Seit drei Jahren spielt er schon Schach -
und hat mit dieser Erfahrung beste Voraussetzungen, den Neulingen erste Grundregeln zu erklären. "Der Turm steht immer auf der Ecke", platziert er die Spielfigur auf A8, H8, H1 und A1.
Fasziniert lauscht Leonard Horák den Ausführungen. Was es mit der Dame auf sich hat, dass das Spiel erst dann vorbei ist, wenn der König
schachmatt ist und vieles mehr erfährt der Achtjährige, der zum ersten Mal an einem Schachbrett sitzt. "Ich mag Brettspiele", meint er, während er versucht, sich alles, was ihm sein "Lehrmeister"
erklärt, gleich zu merken.
"Wenn jemand zum ersten Mal zum Schnupperschach kommt, wird er von einem erfahreneren Jugendlichen an die Hand genommen", erklärt
Gerd Moritz, zweiter Vorsitzender des Schachklubs. Vorkenntnisse sind also nicht nötig.
Jeden Donnerstag, nicht nur in den Ferien, können Kinder und Jugendliche, ab etwa acht Jahren in der Zeit von 17 bis 19 Uhr mitspielen. Und
wer gerne dabei bleiben möchte und vielleicht sogar zuhause trainieren will, für den hat der Experte sogar noch ein paar Computer-Schach-Tipps parat. "Die jungen Leute sollen spielerisch erfahren, wie viel Spaß
Schach machen kann", sagt Moritz.
Die Raffinesse, die Tricks, das Kombinieren - das ist es nämlich, was ihn selbst an dem Sport so sehr fasziniert: "Man greift an, man
überdenkt seine Taktik. Eigentlich fast wie ein Ritterspiel", findet er. Und diese Begeisterung gilt es weiterzugeben - weswegen der Schachklub auf Jugendarbeit setzt.
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